De komplette Wahlprogramm vun "déi gréng" Bartreng

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Dätsch Versioun.

Le programme complet de "déi gréng" Bartreng.

Das komplette Programm

 

1)     Bezuelbare Wunnraum fir jiddereen zu Bartreng.


In den letzten 10 Jahren ist unsere Bevölkerung in Bertrange um mehr als 25% gewachsen. Dies bringt mit sich, dass die Gemeindeentwicklung optimal geplant werden muss. Abgesehen von einigen wenigen Projekten, welche von der Gemeinde getragen wurden, wird der größte Teil des Wohnraums über den freien Markt angeboten, und dies zu Preisen, welche von immer weniger Menschen bezahlt werden können. Wir, déi gréng, möchten zusammen mit verschiedenen Trägern (SNHBM, Fonds de Logement, usw.) Mietwohnraum zu verbilligten Preisen schaffen. Hierbei soll auch auf andere Zusammenlebensformen, wie Mehrgenerationenhaus oder „partizipative Wohnformen“, zurückgegriffen werden.
In diesem Sinne ist die Gemeinde gezwungen, in größerem Maße als bisher, selbst geeignetes Bauland zu erwerben. Auch soll die Gemeinde bei größeren Sozialwohnungsbauprojekten vorzugsweise die Form des Erbpachtvertrages nutzen, um so den überdimensionierten Anteil des Grundstückspreises im späteren Verkaufspreis zu neutralisieren. Auch sollte man die Möglichkeit des Mietkaufs (leasing immobilier) klären, um so die Eigenmittel der Gemeinde zu schonen.
Andere Wege, um kurzfristig die Wohnraumsituation zu verbessern, wäre, dass die Gemeinde selbst Wohnungen kauft und zu sozial angepassten Preisen weitervermietet.
Sollte all dies nicht fruchten, müsste die Gemeinde, wohl oder übel, auch über ein Vorkaufsrecht oder andere Maßnahmen, welche bereits im „Pacte Logement“ von 2008 aufgezählt wurden, nachdenken.
 

2)     Méi Matbestëmmung vun de Bierger bei gréissere Projeten zu Bartreng.

Größere Projekte der Gemeinde, hauptsächlich Bau- und Infrastrukturprojekte, oder auch der neue PAG (Plan d’Aménagement Général),werden öffentlich diskutiert. Hierzu werden Bürgerversammlungen einberufen, in denen die Menschen partizipieren und ihre Meinungen frei einbringen können. Wichtige Projekte werden auch in Workshops, zusammen mit den VertreterInnen der zuständigen Gemeindekommissionen, diskutiert und ausgearbeitet.
Die Einführung des Live-Streams bei Gemeinderatssitzungen sowie Anpassung der kommunalen Kommunikation an die sprachliche Situation der Bevölkerung tragenzu mehr Transparenz bei.
Die Internet-Seite der Gemeinde sowie alle Informationen und Kundgebungen an die Bevölkerung werden in mehreren Sprachen veröffentlicht werden.
Um berufstätigen Bartringer BügerInnen Rechnung zu tragen und Ihnen zu ermöglichen, auch außerhalb ihrer Arbeitszeiten administrative Behördengänge abzuwickeln, fordern wir eine Flexibilisierung sowie die Ausdehnung der Öffnungszeiten während verschiedenen Tagen in der Woche. So soll es hauptsächlich den Berufstätigen möglich sein, an bestimmten Tagen die Gemeindeverwaltung zu besuchen oder telefonisch zu kontaktieren.

 

3)     Ee bessere Mobilitéitsplang fir Bartreng.

Bertrange hat in den letzten Jahren viel im Bereich Mobilität investiert. Das Shared-Space-Konzept wurde von Anfang an von „déi gréng“ unterstützt und mitgetragen. Leider ist es aber so, dass dieses Konzept noch nicht von allen Benutzern verstanden wird. Wir möchten, dass die Einhaltung der Geschwindigkeit und das gegenseitige Miteinander konsequenter durchgesetzt werden.
Auch werden mehr Grünflächen, z.B. in Form von Hochbeeten, in und um den Shared Space sowie in den 30er Zonen, angelegt werden, um den Verkehr noch mehr zu beruhigen. Dies würde dem Grundkonzept des Langsamverkehrs noch mehr entgegenkommen.
Auch wird vignettenpflichtiges Parken eingeführt. Die Straßen, welche direkt an die Nachbargemeinden Luxemburg und Strassen angrenzen, werden tagsüber von Fahrzeugen, deren Besitzer in einer dieser Gemeinden arbeiten und wo Vignettenpflicht besteht, regelrecht zugeparkt.
Was die Fahrradwege anbelangt, so wird dieses Netz weiter ausgebaut. Auch werden bestehende Fahrradwege miteinander verbunden. Hierbei werden durchgezogene Fahrradstreifen auf den Ortsstraßen helfen, Radfahrer besser vor dem Kfz-Verkehr zu schützen.
Ein weiterer und wichtiger Schritt, um die „sanfte Mobilität“ in Bartringen voranzubringen, ist die Möglichkeit einer Unterführung für Fußgänger und Fahrradfahrerin der Rue de Mamer, unterhalb der Eisenbahnüberführung. Dies wird die Bartringer BürgerInnen noch mehr anspornen, auf „sanfte Mobilität“ umzusteigen.

Selbstverständlich gehört zum Konzept der sanften Mobilität auch Barrierefreiheit für alle.
 

4)     Fërderen vun erneierbaren Energien zu Bartreng.

Ökologische Siedlungsprojekte werden bevorzugt von der Gemeinde gefördert. Hierbei wird größter Wert auf Energieeffizienz, auf Energieversorgung aus erneuerbaren Energien sowie auf recyclebare und ökologische Baumaterialien gelegt.
Bei Sanierungsprojekten wird den Bürgern nicht nur finanziell geholfen, sondern die Gemeinde wird ebenfalls eine Beratungsstelle einrichten und ihre mediale Kommunikation dementsprechend ausbauen.
Gemeindeeigene Gebäude werden genutzt, um Photovoltaik-Gemeinschaftsanlagen aufzustellen. Auch soll der Gemeindefuhrpark vorbildlich und in einem vernünftigen Sinn auf Elektrofahrzeuge umgestellt werden.
Übrigens soll die Gemeinde gewagte Schritte in Richtung einer „Sharing Economy“ einleiten. Hierzu gehört unter anderem die Einführung eines Car-Sharing-Systems.
 

5)     Méi Gréngflächen an der Gemeng Bartreng.

In unserer Gemeinde werden möglichst naturnahe Grün- und Parkanlagen angelegt. Diese beeinflussen ein lokales Kleinklima und lassen Biotope entstehen. Auch werden die Grünflächen in der Ortschaft miteinander vernetzt und mit den Grünzonen außerhalb der Ortschaft verbunden. Hierbei soll ebenfalls die obere Péitruss renaturiert werden.
Privathaushalte und auch Betriebe in Industrie- und Gewerbezonen werden sensibilisiert, um mehr Grünflächen anzulegen (z.B. Dach- und Fassadenbegrünung) und ggf. von der Gemeinde hierbei unterstützt.
 

6)     De Kanner vu Bartreng ausserhalb vun der Schoul ze hëllefen.

Zusätzliche Dienstleistungen im Bereich „Hausaufgabenhilfe“ oder „Betreuung von kranken Kindern“ werden von der Gemeinde initiiert. Viele Eltern haben nicht die Möglichkeit oder beherrschen einfach nicht die Sprache, um ihren Kindern bei den Schularbeiten zu helfen. Hier kann die Gemeinde eine Plattform, sei es über eine Einschreibungsliste oder eine App, einrichten, wo Eltern oder andere BürgerInnen bereit sind den Kindern aktiv bei den Schularbeiten zuhelfen. Dasselbe gilt ebenfalls für den Bereich „Betreuung von kranken Kindern“. Dies würde dann als eine Art Selbsthilfegruppe funktionieren.
Auch ist eine größere Sensibilisierung und Einbindung der Eltern außerhalb der Schule, also im Rahmen des PEP, wichtig und wünschenswert.
 

7)     Méi eng grouss Offer fir eis Jugend zu Bartreng.

Um Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren die Begriffe Demokratie, Mitsprache und Beteiligung näher zu bringen, ist es erstrebenswert, neben dem Kindergemeinderat ebenfalls einen Jugendgemeinderat aufzubauen.Ebenfalls ist es unabdingbar, das geplante Jugendhaus mit pädagogisch qualifiziertem Personal auszustatten. Es richtet sich an die Altersgruppe der Jungen und Mädchen zwischen 12 und 26 Jahren. Das Konzept des Jugendhauses legt großen Wert auf die Unterstützung der Jugendlichen bei ihrer Suche nach Autonomie und Selbstvertrauen, der Verwirklichung ihrer Kapazitäten, sowie auf Inklusion eines jeden. Natürlich werden die Jugendlichen auch sensibilisiert für ihre Umwelt (Schule, Familie, Arbeitswelt, Natur, Politik, …) und gefördert in ihren Ressourcen (Musik, Kunst, Tanz, Theater, …). Mit angegliedert ist eine „Internet-Stuff“, die zu festgesetzten Zeiten auch von erwachsenen MitbürgerInnen genutzt werden kann.
 

8)     Een Helpdesk fir eis SeniorInnen vu Bartreng.

Ältere Menschen werden immer mehr von der zunehmenden Digitalisierung und von der Umstellung auf internetbasierenden Informationsdiensten überfordert. Hier wird ein Helpdesk in der Gemeinde Aushilfe bieten. SeniorInnen, welche Hilfe bei administrativen Dienstleistungen benötigen, z.B. macommune.lu, oder bei der Nutzung von Bankdienstleistungen, z.B. Überweisungen, können hier unterstützt werden.
Auch wird in den gemeindeeigenen Seniorenwohnheimen eine permanente Betreuung (betreutes Wohnen) angeboten, so dass bei dringenden Fällen immer Fachpersonal vor Ort ist.
Was die bestehenden Infrastrukturen anbelangt, so müssen das Altersheim und das Pflegeheim einer modernen Ausrichtung angepasst werden. Das Pflegeheim entspricht nicht mehr den heutigen technischen Standards und müsste schnellstmöglich modernisiert werden. Warum nicht auch hier auf eine dritte Säule setzen, wobei man ein Mehrgenerationenwohnhaus, neben den anderen beiden Strukturen, als Vorstufe miteinplant.
 

9)     Integratioun vun auslännesche Matbewunner zu Bartreng.

Das Zusammenleben der luxemburgischen und ausländischen BürgerInnen wird weiterhin intensiviert. Ein kommunaler Integrationsplan wird dementsprechend ausgearbeitet.
Ein erster Schritt ist die Einrichtung eines Integrationsbüros mit einer/m Integrationsbeauftragten. Diese Person wird den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Gemeinde gewährleisten und die kulturelle Vielfalt in Foren oder Veranstaltungen aufleben lassen.
Auch sollen ausländische MitbürgerInnen die Möglichkeit bekommen, sich über www.macommune.lufür Kommunal- sowie Europawahlen online einzuschreiben.
 

10)  Beliewung vum Duerfkär a vun de periphere Wunnvéierel vu Bartreng.

Bei größeren Bauprojekten im Ortskern werden bevorzugt Infrastrukturen für den Lebensmittelhandel sowie kleinen Handwerks- und Dienstleistungsbetrieben vorgesehen. Das Abhalten eines Wochenmarktes wird nicht nur die Grundbedürfnisse der BürgerInnen befriedigen, sondern auch das Zentrum zusätzlich beleben.
Die peripheren Ortsteile sollen nicht nur durch Spazier- und Fahrradwege mit dem Ortskern verbunden werden, auch wird das gesellschaftliche Zusammenleben durch zusätzliche Spiel-, Sport- und Freizeitplätze aufgewertet.
Da der Ortsteil Helfent, zusammen mit der Route de Longwy, sich immer rasanter ausbreitet und in den kommenden Jahren immer mehr EinwohnerInnen zählen wird, muss bei den Planungen darauf geachtet werden, dass die nötigen Infrastrukturen (Kindertagestätten,Sport- sowie vielleicht auch einmal Schulinfrastrukturen) frühzeitig vorgesehen und eingeplant werden.